Terra Serpentes
Terraristik ist mehr als nur ein Hobby

Kolumbianer









(Foto: Jungtier in sog. Hyperpastell Variante)

Synonym:  Kolumbianische Rotschwanzboa

Herkunft: Kolumbien

Größe: groß bis sehr groß

Männchen ca. 1,80m
Weibchen ca. 2,20 bis 2,50m

Schwierigkeitsgrad: * * * * * °
(einfach)
Auch für Einsteiger geeignet

Bekannte Varianten:

dunklere, hellere, hyperpastell

Friedlichkeit: * * * * * °

(eigenlich immer recht friedlich)

Kolumbianer Imperatoren gehören, neben den Costa Ricas, zu den größten Imperatoren überhaupt und können in Ausnahmefällen sogar an der 3m Marke kratzen.  Allerdings ist dass nicht die Regel, da sollte man eher mit einer Größe um die 2,20 m rechnen, doch selbst dass ist für Einsteiger schon recht viel. Der Vorteil ist jedoch, dass die Kolumbianer Imperatoren als die friedlichsten Boas überhaupt gelten und auch ein sehr großes Exemplar, sehr zutraulich wird (Jungtiere sind manchmal aber noch etwas garstig, was sich jedoch erstaunlich schnell gibt). 

Kolumbianer wurden vor allem in den Anfängen der Schlangenhaltung massenhaft importiert und wegen ihrer Größe oft als Constrictoren verkauft (die vergleichsweise helle Färbung ist allerdings nicht sehr typisch für Imperatoren). Heute ist es jedoch schwierig überhaupt reinrassige Kolumbianer zu bekommen, vermutlich gibt es überhaupt nur eine Hand voll vertrauenswürdiger Quellen. 

Mischlinge werden hier besonders oft als reinrassig angeboten und dass obwohl der Preis in den letzten Jahren gesunken ist, so dass sie mittlerweile auch erschwinglich geworden sind. 

In Deutschland dürfte Stöckl die erste und für lange Zeit auch die einzige dieser zuverlässigen Quellen gewesen sein, mittlerweile gibt es jedoch auch ein paar andere Züchter (sind aber alles Stöckl Linien). Daher muss man bei anderen Quellen sehr aufpassen. Kolumbien selbst gibt soweit mir bekannt ist, keine Tiere mehr zum Export frei. 

Es gibt neben den Kolumbianer Imperatoren auch Kolumbianische Constrictoren. Hier muss besonderen Wert darauf gelegt werden, dass diese Tiere NICHT miteinander gekreuzt werden, da sie von Natur aus in unterschiedlichen Habitaten leben. Mischlinge sind dabei optisch von reinrassigen kaum zu unterscheiden, so dass man hier besonderen Wert auf eine zuverlässige Quellen legen muss! 

In den heimischen Terrarien sind reinrassige Kolumbianer mit bewiesener Blutlinie heute eher eine Seltenheit und genießen bei weitem nicht die Popularität wie Hog Islands oder Sonora Imperatoren. Völlig zu unrecht, da es sich alles in allem um eine super Terrarienschlange handelt, die auch für Einsteiger geeignet ist, die etwas helleres suchen, dass stark an Constrictoren erinnert, aber nicht so anspruchsvoll in der Haltung ist, wie so mancher Constrictor. 

Die relative Größe ist dabei nicht nur von Nachteil, da die meisten fortgeschrittenen Halter sich ohnehin bald nach etwas größerem umschauen. Da sind diese knapp 2,5m langen Imperatoren eigentlich ideal und immer noch etwas besonderes.

Meine Tiere

Mein Weibchen ist eine Nachzucht von 2017 und war nach Aussagen von Kristopher Nylander, dass schönste Tier was er je als Zuchterfolg hatte :-)  (Islandboas  - Stöckl Linie). 

Das Männchen ist NZ18 als Hyperpastell Variante und stammt von Erika und Hermann Stöckl (vielen Dank noch mal :-)