Terra Serpentes
Terraristik ist mehr als nur ein Hobby

Brasilien (Besette)


Sysnonym: Brasilien Rotschwanz Boa, Besette


Herkunft: Brasilien

Größe: klein bis Mittel (Besette gilt als eher klein mit max. 1,70m)

Männchen ca. 1,30 m bis 1,40 m

Weibchen ca. 1,60 m bis 1,70 m

Schwierigkeitsgrad: * * ° ° ° °

(forgeschritten - heikel in der Aufzucht)

Nur für Leute mit Schlangenerfahrung ist die Haltung zu empfehlen, da Jungtiere sehr anfällig sind.

Bekannte Varianten: Besette

Friedlichkeit: * * * * * *

(sehr friedlich)

Schutzstatus:  WA II (von der Meldepflicht befreit)

Besonderheit: Die Aufzucht der Jungschlangen gestaltet sich als besonders schwierig, Auffällig ist der sehr große Kopf bei adulten Tieren, oft klare Zeichnung und ausgeprägte "Widow-Peaks".

Lange Zeit waren Brasilianer kaum zu finden in der Terraristik, da es in den 80ern ein Exportstopp gab. Erst in den 90ern gelangten einige Nachzuchten wieder legal in die USA und nach Europa. Diese über Belem exportierten Tiere (Namensgebens für die Variante), wurden seit dem ab und an mal gezüchtet, waren jedoch bis vor einigen Jahren noch recht selten und sind auch heute nicht oft anzutreffen.

Wie die große Karte schon vermuten lässt, ist die Verbreitung weitläufig und eben nicht nur auf Belem beschränkt. Vermutlich ist es ähnlich wie bei den Surinam/Guyana Constrictoren, dass die Tiere im gesamten Amazonasbecken gesammelt und über Belem exportiert wurden.

Heute ist der Export wieder untersagt, nur gelegentlich erhält man noch Surinam Wildfänge oder Farmzuchten.

Brasilien Boas zeichnen sich dadurch aus, dass sie trotz ihrer Zugehörigkeit zu den Constrictoren mit kaum mehr als 1,70 m noch umgänglich klein bleiben. Vom Temperament sind sie auch durchweg ruhig. Die besonders klare Zeichnung macht diese Tiere so attraktiv.

Besettes haben oft sehr langezogene und ausgeprägte "Widow-Peaks", was aber nicht alle Tiere haben müssen und ihrer Attraktivität tut dass keinen Abbruch. Das Tier auf dem folgenden Bild ist ein sehr klar gezeichnetes Weibchen, was wegen seiner Schönheit mal ein Holdback war und nie offiziell angeboten wurde. Deutlich erkennbar sind die nur sehr leichten "Widow-Peaks" die man bei einem reinen Besette deutlich ausgeprägter erwarten würde.


In Deutschland gehörte Wolfgang Buchhorn lange Zeit zu den größten und bekanntesten Züchtern. Vermutlich gehen die meisten Besettes die aktuell gehalten werden auf ihn zurück (er bezog sie direkt von Russo).

Meine Tiere Stammen von Sebastian Hölch (Boa C. Constricotors) und sind eine Nachzucht vom April 2018, Christian Wolf (Holdback 2013) und Wolfgang Buchhorn (NZ 2017).




Brasilien (Belem)