Terra Serpentes
Terraristik ist mehr als nur ein Hobby

Boa Constrictor Peru

Sysnonym: Peru Rotschwanz Boa, Boa Constrictor Iquitos

Herkunft: Peru

Größe: eher groß (Weibchen in Ausnahmefällen sehr groß)

Männchen ca. 1,70m bis 2m
Weibchen ca. 2m bis 2,90m (selten über 3m bei reinrassigen Tieren) 

Schwierigkeitsgrad: * * * ° ° °
(mittel)

Für Leute mit Schlangenerfahrung oder engagierte Einsteiger ist die Haltung möglich

Bekannte Varianten:
Iquitos, Pucallpa

Friedlichkeit: * * * * ° °

(Jungtiere manchmal noch etwas defensiv)

Schutzstatus:  WA II 


Besonderheit: Größenunterschied zwischen Männchen und Weibchen ist recht groß. Die Pucallpa Variante 
gilt allgemein als deutlich größer im Vergleich zu den Iquitos. 



Die Peruanische Rotschwanzboa ist auch heute noch eine eher selten im Terrarium anzutreffende Schönheit und hat nichts von ihrem besonderem Charme verloren. Lange Zeit war es quasi unmöglich diese Tiere nach Europa zu importieren, dass änderte sich erst in den 90ern. Damals wurden nicht wenige Tiere als von Farmen importiert und in Deutschland und Österreich regelmäßig nachgezüchtet. Bekannte Züchter waren hier vor allem Klaus Bonny und Gerhart Trummer. 
In den 2010ern verschwanden jedoch viele Tiere in der Versenkung, so dass sie heute wieder eher eine Rarität sind und man muss nicht selten tief in die Tasche greifen, falls man überhaupt dass Glück hat einen Züchter zu finden. Die Nachfrage war in den letzten Jahren so groß, dass viele nur über Listen und Reservierungen vergeben wurden.  In den USA ist die Situation mittlerweile sogar so dramatisch, dass man dort quasi keine reinrassigen Peruaner mehr bekommt. Nicht selten kaufen Amerikaner daher auf dem europäischen Markt, da
 hier die reinrassige Arterhaltung einfach mehr gepflegt wurde als jenseits des großen Teiches. 
Die meisten der damals importierten Tiere, wurden aus der Region Iquitos exportiert und erhielten somit ihren Beinamen Iquitos Variante. Selbiges gilt für die südlich gelegene Pucallpa Variante (benannt nach der größten Stadt in der Exportgegend). Der Name sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Verbreitungsgebiet eher als recht groß anzusehen ist. Die beiden Karten sollen dass deutlich machen. 
Die Peru Constrictoren leben in feuchten Regenwäldern mit ausgeprägten Trockenzeiten und kommen in einem recht breiten Gebiet vor, mit vielen lokal leicht unterschiedlichen 
natürlichen Gegebenheiten vor. 

Typisch ist ihre gelbliche Färbung und ihre ausgeprägte Kopfzeichnung, die jedoch nicht bei jedem Tier gleichermaßen auftritt. Ihre volle Färbung entfalten sie jedoch erst im adulten 
Alter. Jungtiere sind meist silbergrau und stark Kontrastreich. Auch die typische rote Schwanzfärbung entfaltet sich erst im adulten Alter. Adulte Weibchen könnten durchaus 
Rekordgrößen erreichen, jedoch ist längst nicht jedes Exemplar so gigantisch. Einige Linien sind weit kleiner und die Tiere sind mit max 2,50 ausgewachsen. Die Männchen scheinen 
dagegen weit kleiner zu bleiben (meist unter 2m). 

Meine Weibchen stammen vom Volker Kaufmann der die Elterntiere von Gerhart Trummer bekommen hat. Trummer wiederrum ist bekannt für seine reinrassige Zucht und dürfte die Tiere in den 
90ern selbst importiert haben. Die Trummer-Linie ist sicherlich einer der schönsten überhaupt und zeichnet sich nur eine Variantion aus konstrastreicher Zeichnung aus. 
Die adulten Tiere selbst, bleiben dabei eher kleiner und sind oft nicht viel größer als 2,50 m bei den Weibchen. 
Im Verhalten sind die Babys meist noch etwas bissig, was sich jedoch schnell legt. Adulte Tiere sind erstaunlich ruhig und sehr robust von der Gesundheit her. Die typischen 
Aufzuchtprobleme wie Reguration sind bei der Trummer-Linie kaum ausgeprägt, so dass sich diese Tiere auch nicht für engagierte Einsteiger eignet.